Völker, Nationen, Ereignisse

Deutschland im Jahr 1900

Deutschland im Jahr 1900


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Es kann kaum bezweifelt werden, dass Deutschland 1914 eine europäische Großmacht war. Jeder gemessene Machtaspekt hätte Deutschland positiv gesehen. Einige wie die Stahl- und Roheisenproduktion wären von den Führern der Nation begrüßt worden. Andere hätten sie misstrauisch gemacht - zum Beispiel der enorme Anstieg der Gewerkschaftsmitgliedschaft in nur 15 Jahren. Die Führer der Nation hätten genau gewusst, was 1905 in Russland passiert war und wie die Macht der Arbeiterklasse aufstieg. Konservative Elemente in Deutschland wären dadurch alarmiert worden, während es die Arbeiterklasse war, die das industrielle Wachstum in Deutschland vorantrieb. Ohne die expandierende Arbeiterklasse hätte Deutschland keine solche industrielle Revolution erlebt, wie sie es erlebt hätte. Das Bevölkerungswachstum in den Städten wurde begrüßt, das Wachstum der Gewerkschaften hingegen nicht.

Bevölkerungswachstum in der Stadt:

Essen:

1820: 99,887

1870: 290,208

1900: 410,392

Hamburg:

1820: 127,985

1870: 308,446

1900: 721,744

1910: 953,103

Berlin:

1820: 199,510

1870: 774,498

1900: 1,888,313

1910: 2,071,907

Auswanderung:

1881-1890: 1,342,000

1890-1900: 528,000

1901-1910: 220,000

1912: 18,500

Geschwindigkeit des Wirtschaftswachstums:

Kohle: 31,8 Millionen Tonnen im Jahr 1880 auf 110,7 Millionen Tonnen bis 1900

Stahl: 1,7 Millionen Tonnen im Jahr 1880 auf 7,3 Millionen Tonnen bis 1900

Roheisen: 3,3 Millionen Tonnen im Jahr 1880 auf 12 Millionen Tonnen bis 1900

Handelsschifffahrt: 1,5 Millionen Tonnen im Jahr 1880 auf 2,6 Millionen Tonnen bis 1900

Eisenbahnen: 29.270 Meilen im Jahr 1880 bis 34.480 Meilen bis 1900

Gewerkschaftsmitgliedschaft:

1891: 344,000

1896: 409,000

1900: 851,000

1905: 1,650,000

1910: 2,435,000

1913: 3,024,000

Deutschland war 1914 zur wichtigsten Industriemacht auf dem europäischen Festland geworden. Dies brachte Prestige und natürlich Macht. Das einzige Land auf dem europäischen Festland, das sich Deutschland hätte nähern können, war Frankreich, und im industriellen Sinne fehlte es ihr etwas hinter Deutschland. Das Kilometerwachstum im deutschen Schienennetz ist kein Zufall, glauben manche. Es wird vermutet, dass Deutschland bereits Pläne hatte, die Eisenbahnen als Hauptverkehrsmittel für Truppen während eines Konflikts zu nutzen. Der Bau von Strecken mit einer Länge von mehreren Kilometern war also kein Zufall und trug zur Belebung der Stahlindustrie bei, was wiederum zur Belebung beitrug die Roheisen- und Kohleindustrie.

Bis 1900 hatte sich Deutschland in zwei Kulturen geteilt. Einer war eine konservative, autoritäre, geschäftsorientierte Gruppe, die der Arbeiterklasse gegenüber sehr misstrauisch war, während der andere die Arbeiterklasse war, die in der deutschen Zeit, der sogenannten Gründerzeit - den guten Zeiten, von großem Nutzen war. Die Spannungen, die bestanden haben könnten, wurden getarnt, weil Deutsch so gut lief. Als sich die guten Zeiten jedoch zu entwirren begannen, kamen diese Spannungen an die Oberfläche. Eine nicht seltene Praxis war es, Ihr Volk mit einer erfolgreichen Außenpolitik um einen Staatsoberhaupt zu versammeln. Im imperialen Sinne lag Deutsch weit hinter Großbritannien - das deutsche Südwestafrika hatte nicht den gleichen Cache wie beispielsweise Südafrika, Indien oder Kanada. Gibt es einen besseren Weg, um Ihre neu gefundene Kraft auszudrücken, als ein Waffenbauprogramm durchzuführen, mit dem Sie sich zumindest mit Ihrem nächsten Gegner messen können? Großbritannien war stolz auf seine Marine, mit der keine andere Macht mithalten konnte. Aus diesem Grund startete Deutschland ein Marinebauprogramm, das es in das 20. Jahrhundert bringen sollte - ob es das Vereinigte Königreich verärgerte oder nicht.

Oktober 2012



Bemerkungen:

  1. Chevalier

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